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Die schwierige Sprache der Zeugnisse

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Bedingt durch die Rechtsprechung, die ein wohlwollendes Zeugnis verlangt und die Pflicht zur Wahrheit, die eben dies oft schwer ermöglicht, hat sich eine eigene Sprache bei den Arbeitszeugnissen entwickelt.

Dies führt naturgemäß zu einigen Problemen. Besonders in Kleinbetrieben weiß der Aussteller des Zeugnisses selten, wie er seine Beurteilung formulieren soll. Er verwendet eher die Alltagssprache und sofern kein Wechsel in einen Großkonzern stattfindet, ist dies oft unproblematisch. „Herr Müller ist ein guter Facharbeiter“, diesen Satz wird ein Handwerker vermutlich richtig interpretieren. Ein Personaler, der nur die Formulierung „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“ als sehr gut kennt, wird Herrn Müller nicht einstellen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass jeder die üblichen Formulierungen kennt und dies im Arbeitszeugnis verwendet.

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Noten von ein bis sechs

Die folgenden Standardformulierungen lassen keine anderen Interpretationen zu. Eine „Note“ in Form der üblichen Ausdrucksweise muss im Arbeitszeugnis vorhanden sein:

  • Sehr gut: Ein Superlativ und das Wort stets, deuten auf die sehr guten Leistungen hin. Beispiel: stets zu unserer vollsten Zufriedenheit; stets zu unserer größten Zufriedenheit.
  • Gut+: Das „stets“ entfällt, der Superlativ darf nicht fehlen. Beispiel: zu unserer vollsten Zufriedenheit; zu unserer größten Zufriedenheit.
  • Gut: Statt des Superlativs werden die Stammform und das Wort „stets“ verwendet. Beispiel: stets zu unserer vollen Zufriedenheit; stets zu unserer größten Zufriedenheit.
  • Befriedigend: Das Wort „stets“ oder das Adjektiv „voll“ wird mit Zufriedenheit oder zufrieden verwendet. Beispiel: zu unserer vollen Zufriedenheit; stets zu unserer Zufriedenheit; stets zufrieden. Hinweis: Der BGH hat im Urteil Az.: 9 AZR 584/13 die genannten Formulierungen mit der Note drei gleichgesetzt.
  • Ausreichend: Der Chef war zufrieden, es wird kein stets und kein verstärkendes Adjektiv verwendet. Beispiel: zu unserer Zufriedenheit (Diese Formulierung muss kein Arbeitnehmer hinnehmen)
  • Mangelhaft: Die Zufriedenheit wird durch einen Zusatz eingeschränkt. Beispiel: insgesamt zufrieden; im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit, in der Regel zufrieden
  • Ungenügend: Eine noch größere Einschränkung der Zufriedenheit wird verdeutlicht. Beispiel: gelegentlich zu unserer Zufriedenheit

Was zu beachten ist